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Willkommen in unserer Kirchengemeinde!

Bis wir wieder in unserer eigenen Kirche zusammenkommen dürfen, laden wir zu den kreativen und inspirirenden Gottesdiensten und Konzerten HIER bei sublan.tv ein.

Täglich läuten wir um 19.30 Uhr fünf Minuten lang in ökumenischer Verbundenheit mit den Nachbargemeinden unsere Gebetsglocke. Informationen dazu gibt es HIER.

Rund um die Erde verbindet uns die Aktion "Ein Gebet geht um die Welt" in vielen Sprachen, HIER finden Sie es!

Sobald die Corona-Pandemie überstanden ist, feiern wir wieder vor Ort:
Gottesdienst sonntags 9.30 Uhr; Abendmahl am letzten Sonntag im Monat.
Kindergottesdienst sonntags 10.45 Uhr, nicht in den Ferien.
Gottesdienst mit Abendmahl im Laurentius-Münch-Haus freitags 16.30 Uhr, gerade Kalenderwochen.

Handlungsempfehlungen wegen Corona-Pandemie

Unser Kirchenpräsident Dr. Volker Jung gibt HIER aktuell Handlungsempfehlungen an die Kirchengemeinden, um einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus vorzubeugen.
Seine persönliche Erkärung dazu ist HIER abrufbar.
Wir bemühen uns nun, diese Empfehlungen auch in unserer Kirchengemeinde umzusetzen und hoffen damit zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. Die täglich aktualisierten Zahlen der in Hessen am Coronavirus neu infizierten oder verstorbenen Menschen werden HIER veröffentlicht.
Wir wünschen uns allen ein baldiges Ende dieser Pandemie.
Möge Gott uns schützend vor Ansteckung und Krankheit bewahren!

Gedanken zum Palmsonntag

Johannes 11,47-51

Jesus ist anders - Gott sei Dank

„Vom Tellerwäscher zum Millionär“ – Sicher kennen Sie diese Redensart für eine steile Karriere. Eine steile Karriere hat auch Jesus gemacht: Aus einer Geburt in Armut, aus anfangs 12 Vertrauten ist eine Bewegung geworden. Wo Jesus auftaucht, sammeln sich große Mengen. Der Anführer dieser Bewegung, Jesus, wird damit zum Problem für die, die nicht zur Bewegung gehören wollen.

Vergegenwärtigen wir uns die historische Situation: Israel ist von den Römern besetzt, die dem Land aber relative Freiheiten und einen gewissen Wohlstand gewähren. Wenn es zu einem Aufstand käme (oder wenn die Römer denken würden, dass es zu einem Aufstand kommt), könnte das alles schnell gefährdet sein. Große Bewegungen und ihre charismatischen Anführer haben für die Herrschenden immer etwas Unberechenbares.

Der Hohepriester Kaiphas will nach dem Bericht des Johannes die Wurzel des Problems beseitigen: Er will nicht die Römer beruhigen, er will nicht das Volk umstimmen. Er will Jesus töten. Seine Logik: Es ist besser, der eine Unruhestifter stirbt, als dass in einer Art Bürgerkrieg oder Strafaktion viele andere sterben.

Eine andere Vorgehensweise vertritt später in der Apostelgeschichte Gamaliel, ein Mitglied des Hohen Rates. Als die Jünger sich nach dem Tod von Jesus nicht zerstreuen, rät er: „Lasst etwas Zeit vergehen, dann erledigt sich die Sache von selbst, wenn sie nichts taugt. Und wenn sie etwas taugt, dann sollten wir ihr nicht im Wege stehen.“ (Apostelgeschichte 5,34-39)

Was wäre wohl gewesen, wenn Gamaliel schon während der Lebzeiten Jesu das Sagen gehabt hätte und Pontius Pilatus so wie er gedacht hätte? Wäre die Jesus-Bewegung dann immer größer geworden? Wäre Jesus ein Leben lang weitergezogen, vielleicht auch in andere Länder?

Ich glaube nicht. Weil Jesus viele Erwartungen seiner Anhänger nicht erfüllen wollte. Er verstand sich als Sohn und Bote Gottes, nicht als irdischer König. Es ging ihm um die Befreiung der Menschen aus seelischer Not und Sünde, nicht um eine Befreiung von den Römern. Er forderte mit seinen Worten oft sogar die heraus, die ihn gut kannten (z.B. Markus 10,17-27).

Außerdem lehrt die christliche Tradition, dass der Tod Jesu Teil seines Weges ist, teil des Heilsplans. Was wäre aus dem Sterben für unsere Sünden geworden, wenn Jesus nicht gestorben wäre? Hätten wir dann eine ganz andere christliche Theologie?

Das Johannesevangelium deutet den Rat des Kaiphas sogar als ein unbewusstes und prophetisches Bekenntnis zum Heilsplan: "Es ist besser, dass einer stirbt als alle."

Der Weg Jesu ist sicher etwas anderes, als viele Menschen damals von Jesus erhofften. Aber letztlich mehr. Die Zeit vor Ostern will uns in besonderer Weise einladen, uns darüber Gedanken zu machen: Jesus als Gottes Sohn, der unser Leben auf eine neue Grundlage stellt und uns Zukunft eröffnet über alle Logik und über alle Ziele dieser Welt hinaus.

Eine gesegnete Kar-Woche wünscht Pfarrer Karl Endemann.

Gebet
Jesus, du lieferst dich aus,
gibst dein Leben für uns hin.
So vollendest du Gottes Willen.
Versöhnende Kraft geht von dir aus.
Du schenkst uns Hoffnung auf ein anderes Leben.

Lied „Nun gehören unsere Herzen“ (EG 93)
Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha,
der in bittern Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah,
das Geheimnis des Gerichtes über aller Menschen Schuld,
das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ewger Huld.

Nun in heilgem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha.
Tief und tiefer wir uns neigen vor dem Wunder, das geschah,
als der Freie ward zum Knechte und der Größte ganz gering,
als für Sünder der Gerechtei n des Todes Rachen ging.

Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha,
ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah,
dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor;
und die sonst des Todes Kinder, führt zum Leben er empor.

Schweigen müssen nun die Feinde vor dem Sieg von Golgatha.
Die begnadigte Gemeinde sagt zu Christi Wegen: Ja!
Ja, wir danken deinen Schmerzen; ja, wir preisen deine Treu;
ja, wir dienen dir von Herzen; ja, du machst einst alles neu.

Musikalischer Link HIER: Johann Sebastian Bach: Jesus bleibet meine Freude

Impuls zum Sonntag 29. März: Sorge dich nicht…

 Sorge dich nicht? Wir alle sorgen uns wohl in diesen Tagen, um uns und um andere.

Unser Land ist im Ausnahmezustand. Sorge dich nicht? Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich schon vor Corona viel gesorgt. Einfach so drauf los leben, das konnte ich eigentlich nie so richtig.

Im Lukasevangelium nennt Jesus Vögel und Blumen als Beispiel für sinnvolle Sorglosigkeit: Sie planen nicht, sie sorgen sich nicht. Und sie leben doch (Lk.12,22-28). Ich bin nicht ganz sicher, ob das wirklich so ist. Zumindest die Vögel planen schon ein bisschen. Sie bauen z.B. Nester, was ja auch eine Art der Vorsorge ist. Aber vor allem sind Vögel und Blumen natürlich auch vielem hilflos ausgeliefert. Und genau das versuchen wir mit dem Sorgen ja zu vermeiden.

Und hier kommt vielleicht der wichtige Unterschied ins Spiel zwischen sinnvollem und sinnlosem Sorgen. Sich Gedanken machen, planen, abwägen, sich gut vorbereiten – das kann etwas sehr Sinnvolles und Notwendiges sein. Es wäre absurd, wenn die Politiker jetzt sagen würden: „Leute, lebt einfach weiter, die Vögel und die Blumen tun es doch auch! Macht euch keine Gedanken, alles wird gut!“

Aber dann gibt es einen Bereich, wo das Sorgen nichts Konstruktives mehr hat, sondern nur noch ein Grübeln ist, ein ständiges Überlegen „Was, wenn…?“, ohne dass das Grübeln irgendeine Veränderung herbeiführen würde. Dieses letztlich zerstörerische Sorgen nimmt uns Kraft und Lebensfreude.

Manches können wir (mit Gottes Hilfe) aktiv abwenden oder erreichen. Und manches legen wir (vielleicht auch mit Gottes Hilfe) in Gottes Hand. Beides gehört zum Leben. Beides hat sein Recht. Beides brauchen wir. Und vielleicht wachsen wir ein Leben lang an der Frage, welche von unseren Sorgen zu welcher Kategorie gehören…

Ich habe ein schönes Zitat von einem englischen Theologen (Leslie D. Weatherhead) gefunden, das zur jetzigen Situation ganz gut passt:

„Die Sorge ins helle Licht rücken, das tun, was zu tun ist, feste Entschlüsse fassen den Ereignissen gegenüber, die voraussehbar sind, und den Geist trainieren, dass er gefasst und ruhig dem entgegensieht, was nicht vorauszusehen ist, dies hilft, den Dämon des Sich-Zersorgens zu besiegen.“

Mit herzlichen Segensgrüßen Karl Endemann

Gebet / Meditation
Verborgen hinter dunkler Wolke bist du mir, Gott, aber manchmal dringt etwas ein wie Licht, berührt mich Wärme, und ich tauche ein in ein Meer von Trost. Kein Fragen mehr, das mich aufzehrt. Du bist da, das ist genug.

Festhalten möchte ich solche Augenblicke, aber es gibt kein Haben. Schon verdichtet sich wieder die Wolke bis hin zur Undurchdringlichkeit. Genug, dass der Widerschein des Ewigen mich gestreift hat; ich bin getröstet, unter meiner Last erstarkt, und im Dunkeln singe ich dir ein Lied.

(Antje S. Naegeli)

Liedstrophe
Ich trau auf dich, o Herr.
Ich sage, du bist mein Gott.
In deiner Hand steht meine Zeit,
in deiner Hand steht meine Zeit.

Trostworte zum Sonntag Lätare, 22. März

Der Sonntag am 22. März erinnert mit seinem lateinischen Namen "Lätare" an etwas, was in den Tagen der Corona-Pandemie droht verloren zu gehen: ‚Lätare’ heißt 'freuet euch!' – Von Freude kann aber keine Rede sein, denn zu viele Menschen sind bereits an diesem Virus gestorben, und immer mehr Menschen werden infiziert. Das macht Angst. Und auch die Einschränkung der sozialen Kontakte und Ausgehverbote tun weh, sie dienen aber dem Schutz des Lebens.

Dieser Sonntag bekam seinen Namen, um darauf hinzuweisen, dass die Passionszeit – also die Zeit, in der in besonderer Weise an das Leiden Jesu erinnert wird - schon zur Hälfte geschafft ist. In drei Wochen ist Ostern, - also freuet euch, denn bald feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod, die Auferstehung Christi.

Wir wissen zwar noch nicht, ob die Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus bis dahin gebannt ist und wir an Ostern wieder als Gemeinde zusammenkommen dürfen, doch Ostern ist bereits geschehen, Christus ist bereits auferstanden ob wir nun Gottesdienst feiern oder nicht.

Die Vorgeschichte von „Lätare“ liegt rund 600 Jahre vor Jesus. Im Buch des Propheten Jesaja wird den Israeliten im Namen Gottes eine frohe Botschaft verkündigt: Nach der Zerstörung des Tempels, nach Vertreibung und Leiden bereitet Gott die Menschen auf das kommende Heil vor: Bald wird Friede im Land sein, Gewalt und Krieg haben ein Ende, die Trümmer der zerstörten Stadt Jerusalem werden wieder aufgebaut, Kranke werden geheilt, Lahme können wieder gehen, Blinde werden sehend, Gefangene kommen frei! - Das Leben wird wieder neu!

Welch eine großartige Hoffnung, die die Menschen innerlich aufbauen und auch äußerlich aufrichten soll.

An dieser Stelle, wo der Prophet Jesaja das neue Leben beschreibt, steht in der lateinischen Bibel: 'Lätare' - "Freuet euch mit den Menschen in Jerusalem" und kurz darauf sagt Gott: "Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet!"

Das ist ein schönes Bild: Gott möchte uns Trost und neue Hoffnung schenken, wie eine Mutter das tut. - Die Freude darüber ist also das Thema für Sonntag, den 22. März.

Möge Gott uns nun vor Ansteckung schützen und uns Kraft schenken, einander tröstend und helfend beizustehen.

Es grüßt sehr herzlich Pfarrer Martin Hanauer

 

Wochenplan ab 16.3.2020

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

 2. Timotheus 1,7

Veranstaltungen wegen Corona Pandemie abgesagt

Gemäß der Empfehlung der Landeskirche EKHN, der Stadt Flörsheim und des Gesundheitsamtes MTK sagt der Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Flörsheim alle Veranstaltungen und Gruppen der Ev. Kirchengemeinde ab dem 16. März bis zum Ende der Osterferien ab.

Wann Gottesdienste wieder gefeiert werden können, hängt davon ab, dass das staatlich angeordnete Versammlungsverbot aufgehoben wird. In jedem Fall bleibt die Evangelische Kirche tagsüber als ein Ort der Einkehr und des Gebets geöffnet.
Sobald es weitere neue Entwicklungen und Empfehlungen gibt, wird die Ev. Kirchengemeinde ihre Entscheidungen anpassen und diese in der Presse, im Schaukasten am Gemeindezentrum und an dieser Stelle bekanntgeben.

Ev. Kirchengemeinde Flörsheim
Ev. Kirche mit Pfarrhaus und Gemeindezentrum
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